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Die Liebe der Neuen Zeit

Dieser Text von Jeff Foster ist mir kürzlich begegnet und hat mich tief berührt.

Für Dich habe ich ihn (sehr frei) aus dem Englischen übersetzt. Wenn Du ihn jetzt liest, öffne Dich für ganz neue Möglichkeiten, wie Mann und Frau sich begegnen können.

Die Liebe der neuen Zeit

Einer gemeinsamen Zukunft will ich mich nicht mehr verpflichten. Die Zukunft ist so unbekannt, und wir sind so fließend und ich bin es leid, so zu tun, als hielte ich die Zukunft in den Händen.

Meine Gedanken und Gefühle unterliegen ständigem Wandel, unkontrollierbar, wie ein wilder Liebesozean.

Meine Wünsche kommen und gehen. Meine Träume werden geboren und sterben in jedem Augenblick.

Ich will mich keinem Konzept, keiner Form der Liebe verpflichten. Alle Formen sind ständig in Bewegung, wie die Gezeiten.

Ich brauche keine Versprechen. Ich suche keinen sicheren Ort, nur Wahrhaftigkeit.

Ich will eine tiefere Verpflichtung eingehen, eine Verpflichtung an die Hingabe, die nicht gebrochen werden oder verloren gehen kann.

Ich will mich der Präsenz verpflichten, Dir im Hier und Jetzt zu begegnen.

Ich will mich vollkommen schenken,  offenbaren, mich zeigen.

Ich will mich der Wahrheit verpflichten heute, in dem Wissen, dass es morgen eine andere Wahrheit sein kann.

Lass uns voreinander verbeugen, auch wenn unsere Herzen zart und vielleicht schon einmal gebrochen sind.

Keine Versprechen, keine Garantien.

Liebe braucht Mut, ja!

Liebe ist ein Feld, kein Konzept. Geben wir uns diesem Feld hin, indem wir uns in jedem Moment dieses wundervollen Erdenlebens an dieses Feld erinnern!

Vielleicht sind wir noch zusammen, in zehn Jahren. Wir leben vielleicht gemeinsam, oder auch nicht.

Vielleicht sehen wir uns auch nie wieder. Vielleicht ist dies unser letzter Tag.

Wenn wir ehrlich sind, wissen wir nichts. Nicht wissen ist unsere Heimat!

Hier am Rande dessen, was uns bekannt ist, auf der zarten Linie die Vernunft von Verrücktheit trennt, und Zweifel von Sicherheit.

Hier spielen wir, trinken Wein, berühren uns. Hier weinen wir, und lachen. Hier treffen wir uns. Hier opfern wir die Sicherheit und Vorhersagbarkeit. Und was wir bekommen ist erstaunlich:

Dieses unglaubliche Gefühl von Lebendigkeit!

Vielleicht scheint es anfangs ein bisschen spröde, ein wenig wackelig möglicherweise. Vielleicht etwas verwirrend. Doch vielleicht ist genau das der Preis, sich vollkommen frei zu  fühlen.

Ein alter Teil in mir sucht immer noch Mutter und Vater…diese magische Person, die uns niemals verlässt, immer da ist. Die mich tröstet, wenn ich mich im Innersten einsam fühle.

Ich gebe mich diesem furchtvollen Anteil ebenso hin, verbeuge mich vor ihm, doch lass ich mich nicht länger von ihm kontrollieren.

Und  die Menschen werden uns fragen:

Was ist mit eurer Zukunft?

Was ist mit gemeinsamen Plänen und Projekten?

Als was bezeichnet ihr Euch? Seid Ihr ein Paar?

Warum wollt ihr keine Verantwortung und Verpflichtung füreinander eingehen?

Warum flieht ihr vor Sicherheit?

Sie werden sagen, dass wir verrückt sind, oder Liebe falsch verstehen, oder egoistisch sind, oder nicht in der Liebe.

Und wir werden lächeln und ihre Angst verstehen. Denn einst war ihre Angst auch unsere, doch wollen wir unseren Pfad der Freiheit nun nicht mehr verlassen.

Und niemand muss jemals mit uns gehen.

Nur die Wahrheit des Augenblickes bringt Wärme und tiefe Zufriedenheit. Eine lebendige Wahrheit, die sich selbst in jedem Moment wieder erneuert.

Es ist die wilde Wahrhaftigkeit des offenen Herzens!

Wenn Liebe und Wahrheit miteinander verschmelzen, wenn Wahrhaftigkeit tief in jedem Atemzug verwurzelt ist, können wir uns endlich begegnen, bedingungslos und von der tiefsten Freude gehalten.

Alleine gehen, gemeinsam gehen, alleine gehen.

Von Herzen Danke, Jeff Foster, für diese Worte!

Blessings, Eure Ari

 

 

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